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title: "BIM für das Rückbau-Management: Ein pädagogisches Experiment mit dem belgischen Pavillon auf der Expo 2025 in Osaka"
description: Erfahren Sie, wie die Universität Mons mithilfe von BIM und den Prinzipien des zirkulären Designs den nachhaltigen Rückbau des belgischen Pavillons auf der Expo 2025 gestaltet.
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# BIM für das Rückbau-Management: Ein pädagogisches Experiment mit dem belgischen Pavillon auf der Expo 2025 in Osaka

[ Justine Theunissen ](https://belexpo.be/de/neuigkeiten/author/justine-theunissen)

** Oktober 11 2025

[Belgischer pavillon Expo 2025 Osaka](https://belexpo.be/de/neuigkeiten/tag/belgischer-pavillon-expo-2025-osaka)

Auf der Expo 2025 in Osaka ist der belgische Pavillon nicht nur ein Schaufenster für architektonische Kreativität und Nachhaltigkeit, sondern auch ein lebendiges Fallbeispiel für innovative Bildung. Im Rahmen eines Masterstudiengangs an der Fakultät für Architektur und Stadtplanung der Universität Mons untersuchten Studierende, wie Building Information Modeling (BIM) zu nachhaltigem Rückbau und Kreislaufwirtschaft beitragen kann.

 

### **Von Bauabfällen zur Kreislaufwirtschaft**

Der Bausektor produziert fast 40 % der gesamten Abfälle in Europa, eine Zahl, die sich bis 2050 voraussichtlich verdoppeln wird. Ein Großteil dieser Abfälle wird nach wie vor mit wenig wertschöpfenden Methoden wie Verfüllung entsorgt. Um eine nachhaltigere Zukunft zu erreichen, sind neue Strategien zur Wiederverwendung, zum Recycling und zur Wertmaximierung von Materialien erforderlich.

BIM bietet Lösungen, indem es die Zusammenarbeit ermöglicht, komplexe Datensätze integriert und Entscheidungen über den Lebenszyklus unterstützt. Der belgische Pavillon, der von **Carré 7** in Zusammenarbeit mit den Baupartnern **Pirnay** und **Poly-Tech** entworfen wurde, wurde unter Berücksichtigung der Rückbaubarkeit konzipiert und eignet sich daher ideal als Fallstudie für Studierende, um Kreislaufmethoden in der Praxis zu testen.

### **Pädagogischer Ansatz: Lernen durch Praxis**

Über ein Semester hinweg arbeiteten 62 Masterstudierende in sechs Teams daran, BIM-Methoden auf den Rückbau des Pavillons anzuwenden. Anhand eines **BIM-Ausführungsplans (BEP)** arbeiteten sie mit Tools wie Revit, ArchiCAD, BIMcollab und SmartViews zusammen. Der Prozess war in vier Schritte gegliedert:

##### **BIM zuverlässig machen**

Die Studierenden lernten grundlegende Arbeitsabläufe durch Übungen wie *BIM Town*, das Stadtplanung mit vereinfachten Regeln simulierte und die Bedeutung von **Datenzuverlässigkeit und Zusammenarbeit** hervorhob.

##### **Anwendung von BIM auf Kreislaufwirtschaft**

Die Teams organisierten sich in definierten Rollen und konzentrierten sich auf Themen wie Materialklassifizierung, Wiederverwendungspotenzial und wirtschaftlicher Wert.

##### **Szenarioentwicklung**

Die Studierenden nutzten das Potenzial von Building Information Modeling (BIM)-Methoden und deren praktische Umsetzung – einschließlich der Charakterisierung von Bauelementen, der Verwaltung von Objekteigenschaften sowie der Datenfilterung und -visualisierung –, um umfassende Szenarien für die Verwaltung und Wiederverwendung des abgebauten Gebäudes zu entwerfen und zu entwickeln. Diese Szenarien sind um vier thematische Schlüsselbereiche herum strukturiert.

- - **Thema 1: Transport**

**Wie lassen sich verschiedene Szenarien für die Vorverwertung von dekonstruierten Materialien an verschiedenen Standorten mithilfe eines BIM-basierten Ansatzes verwalten?**

**Verwaltung der Dekonstruktionsphasen durch die Qualifizierung von Baumaterialien und Ausrüstung**

**Verwaltung der Dekonstruktion für Planungszwecke**

**Verwalten Sie den Rückbau für wirtschaftliche Zwecke.**

### **Wirtschaftliche Nutzung**

Ein Schwerpunkt lag auf der wirtschaftlichen Nutzung: Maximierung des Marktwerts von Materialien für den Wiederverkauf auf Wiederverwendungsplattformen. Dieser Ansatz unterstützt die Kreislaufwirtschaft, indem er Abfallkosten reduziert, Einnahmen generiert und zur Nachhaltigkeit der Materialien beiträgt.

Das Team identifizierte, wie verschiedene Interessengruppen davon profitieren könnten:

Zu den **Vorteilen** gehörten reduzierte Abfallentsorgungskosten, neue Einnahmequellen, Materialeinsparungen und sogar steuerliche Anreize.

Zu den **Herausforderungen** gehörten hohe Anfangskosten, ungewisse Rentabilität und schwankende Marktnachfrage nach wiederverwendeten Materialien.

### **Ergebnisse und Überlegungen**

Das Experiment zeigte, wie BIM Folgendes leisten kann:

- Strukturierung von **Rückbau-Workflows** durch Phasen und SmartViews.
- Verknüpfung von Materialdaten mit **Transport-, Zeit-, Design- und Wirtschaftsszenarien**.
- Schaffung einer **Entscheidungsfindungsmethodik**, die bereits in der Entwurfsphase das Ende der Lebensdauer antizipiert.

Gleichzeitig wurden auch Grenzen aufgezeigt: die Notwendigkeit einer iterativen Validierung, einer stärkeren Einbindung von Nicht-Fachleuten und benutzerfreundlicherer Tools.

### **Ein Pavillon als lebendes Labor**

Der belgische Pavillon wurde somit zu mehr als einer temporären Struktur. Er wurde zu einem Lehrfeld für zirkuläres Design. Durch die Kombination von BIM mit Rückbau-Management setzten die Studierenden abstrakte Konzepte in konkrete Arbeitsabläufe um, die eines Tages in die reale Baupraxis einfließen könnten.

Dr. Mohamed-Anis Gallas, der das Projekt leitete, bemerkte dazu:

„Die Arbeit der Studierenden verwandelte abstrakte Konzepte in konkrete Strategien und bewies, dass Design für den Rückbau nicht nur möglich, sondern für den nachhaltigen Wandel unserer Branche unerlässlich ist.“

Die Teilnahme Belgiens an der Expo 2025 in Osaka geht daher über die Präsentation seiner Kultur und Innovation hinaus: Sie zeigt, wie Bildung, Technologie und Nachhaltigkeit zusammenwirken können, um die Gebäude und Gesellschaften von morgen zu gestalten.

### Team

Das Projekt wurde von **Associate Professor Mohamed-Anis Gallas** zusammen mit seinem wissenschaftlichen Mitarbeiter **Ar. Nawri Khamallah** geleitet und vom **Labor für digitale Theorien und Praktiken in der Architektur** an der **Fakultät für Architektur und Stadtplanung der Universität Mons** unterstützt. Vor allem aber wurde die Initiative durch das Engagement und die Kreativität der **Masterstudierenden** ins Leben gerufen, deren gemeinsame Arbeit theoretische Ideen in praktische Szenarien für ein nachhaltiges Rückbaumanagement umsetzte:

**BIMBurton**

Blairon Yann  
Pourbaix Hugo  
Willem Victor  
Dabouz Ka'ina  
Dudkowiak Tristan  
Segers Coralie  
Donatiello Di Stefano Tao  
Trannois Rémy  
Beyls Kloé  
Miloud Daouadji Mohammed

**BIMPossible**

Morimont Cerise  
Siringo Luna  
Nidriche Pierre  
Urbain Daphnée  
de Landsheer Alyster  
Vigani Alessio  
Rugeri Lucas  
Vinet Théo  
Parisse Sophie  
Dormont Audric

**BIM Gees**

Navez Vanina  
Chaté Lisa  
Toupin Théo  
Mancuso Titiana  
Sénépart Inès  
Mac Callum Robin  
Leclercq Florine  
Di Noi Sacha  
Foszcz Brice  
Huet Morgane

**SaBIM und Partner**

Mainfroid Alexandra  
Osteaux, Florian  
Dumeunier, Julien  
Vullo, Dimitri  
Fotinis, Orania  
Bauwens, Arnaud  
Leroy, Noé  
Bruccoleri, Valentino  
Sacco, Fiona

**3 BIMension**

Cordisco, Luca  
Renoirt Lyncée  
Vanhoutvinck Maëlle  
Dagli Miyase  
Coche Louise  
Alno Luna  
Divinti Aleandro  
Dufrane Enora  
Odon Ludivine

und

**404 Not Found**

Derijcke Thomas  
Méaux Benjamin  
Piscart Sascha  
Gouvart Mathias  
Becue Margaux  
Demoulin Eléonore  
De Baerdemaeker Sofie  
Tran Thanh Vi  
Dorpel Quentin  
Troucas Sharon

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